Kyrene

Die Ein­woh­ner von Kyrene zur Zeit des Sulla (ca. 85 v. Chr.) wur­den in vier Klas­sen geteilt: Bür­ger, Land­wirte, Aus­län­der und Juden. (wiki­pe­dia)

Soweit sie den Juden als Ver­mitt­ler brau­chen konn­ten, schütz­ten sie ihn gegen die Mas­sen, wel­che die Zeche des Fort­schritts zu zah­len hat­ten. Die Juden waren Kolo­ni­sa­to­ren des Fort­schritts. Seit sie als Kauf­leute römi­sche Zivi­li­sa­tion im gen­ti­len Europa ver­brei­ten hal­fen, waren sie im Ein­klang mit ihrer patri­ar­cha­len Reli­gion die Ver­tre­ter städ­ti­scher, bür­ger­li­cher, schließ­lich indus­tri­el­ler Ver­hält­nisse. Sie tru­gen kapi­ta­lis­ti­sche Exis­tenz­for­men in die Lande und zogen den Haß derer auf sich, die unter jenen zu lei­den hatten.

— Hork­hei­mer und Adorno, EDA/III

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ding a ding dang my dang a long ling long

Was ent­stan­den ist, das muss ver­ge­hen!
Was ver­gan­gen, auf­er­ste­hen!
— Klop­stock (Mah­ler II)

Soweit zum Staat.
— Fou­cault (Fou­cault)

… all of a sud­den, i found mys­elf in love with the world
so there was only one thing that i could do
was ding a ding dang my dang a long ling long
— Al Jour­gen­sen (Minis­try)

 

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Vorbehaltlose Solidarität mit Faschisten

23.11.2011: Der Land­tag BaWü bekun­det vor­be­halt­lose Soli­da­ri­tät mit Faschisten

Baden-Württemberg ist schon eine sehr spe­zi­elle Gegend, auch in poli­ti­scher Hin­sicht wohl ein Fall für sich. Betrof­fene Bewoh­ner, die sich bis­her noch erfolg­reich der voll­stän­di­gen Assi­mi­la­tion wider­set­zen konn­ten, berich­ten von merk­wür­di­gen Zustän­den, einer bedrü­ckend kon­ser­va­ti­ven Men­ta­li­tät im Ländle. Von Öko-Grünen, bei denen der Trend immer deut­li­cher vom Zweit- zum Dritt-Wagen hin­geht, ist die Rede, von “LINKE”-Wählern, die Sar­ra­zin in höchs­ten Tönen loben und einer SPD, die sich in nichts mehr von ihrem ange­stamm­ten poli­ti­schen Geg­ner, der CDU unterscheidet.

Seit dem 23.11.2011 ist diese Liste der Selt­sam­kei­ten um ein denk­wür­di­ges Ereig­nis rei­cher. Weit über die gewohnte poli­ti­schen Belie­big­keit hin­aus scheint die poli­ti­sche Wet­ter­lage im Ländle nun end­gül­tig zu eska­lie­ren, denn an die­sem Tag ver­ab­schie­det der Land­tag von BaWü eine Reso­lu­tion im “Geden­ken an die Opfer des Nazi-Terrors”, in der gleich­zei­tig den Tätern “vor­be­halt­lose Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung” zuge­sagt wird.

Dort heißt es ganz unver­ho­len: “Der Land­tag stellt fest, dass die­je­ni­gen, gegen die sich gewalt­be­rei­ter Extre­mis­mus in all sei­nen For­men rich­tet, Teil unse­rer Gesell­schaft sind und ohne Vor­be­halte die Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung der­sel­ben genießen.”

Wenn hier in der Flos­kel “gewalt­be­rei­ter Extre­mis­mus in all sei­nen For­men” pflicht­schul­dig und in quasi selbst­ver­ständ­li­cher poli­ti­scher Neu­tra­li­tät der vir­tu­elle (so nun mal nicht wirk­lich exis­tente) “Links­ex­tre­mis­mus” ein­ge­schlos­sen wird, der sich rea­li­ter als Anti­fa­schis­mus vor allem gegen die Gewalt von Rechts rich­tet, wird klar, dass die abschlie­ßende Ver­laut­ba­rung der Reso­lu­tion, in der der Land­tag “bekun­det, dass er an der Seite der Opfer und ihrer Ange­hö­ri­gen steht” nicht mehr halt­bar ist und kon­se­quent wie folgt umge­schrie­ben wer­den müsste:
“Der Land­tag bekun­det, dass er an der Seite der Täter und ihrer ter­ro­ris­ti­schen Netz­werke steht”
.

Die Opfer des Anti­fa­schis­mus sind nun mal die Faschis­ten. Dass diese sim­ple und offen­sicht­li­che Fol­ge­rung die­ser schein­bar wohl mein­den­den Sätze im Land­tag zu BaWü nie­man­dem in den Sinn kam, ist min­des­tens beun­ru­hi­gend. Doch am Ende ist wie so oft die ein­fachste und beste Erklä­rung für die Gedan­ken­lo­sig­keit und die offen­ba­ren kogni­ti­ven Dys­funk­tio­nen, die sol­che Reso­lu­tio­nen her­vor brin­gen, der selbe Mecha­nis­mus wie jener, der auch den Wahn vie­ler Ver­schwö­rungs­theo­rien zemen­tiert: Das fest­ge­fah­rene Res­sen­ti­ment gegen eth­nisch, reli­giös oder eben poli­tisch defi­nierte Men­schen­grup­pen, gegen die Anderen.

So wird nicht nur ein Schuh draus, so schus­tert die bür­ger­lich Poli­tik selbst am rechts­ter­ro­ris­ti­schen Stie­fel. Das ist nun eben kein Zufall, son­dern liegt in direk­ter Kon­se­quenz die­ser ein­fäl­ti­gen poli­ti­schen Anschaung einer hei­li­gen deut­schen Mitte, die — weit­hin sicht­bar und durch­aus nicht nur im Ländle — stets zual­ler­erst darum bemüht scheint, mit sich und der Welt im Rei­nen blei­ben zu dür­fen, und so ersäuft in gedan­ken­los bor­nier­ter Eitelkeit.

Die Extre­mis­mus­theo­rie macht’s mög­lich, sie ist die Ver­schwö­rungs­theo­rie einer sich in sich selbst ein­igeln­den gesell­schaft­li­chen Mitte gegen die Rest­ge­sell­schaft, in der es ihr die­ser Tage zuneh­mend unbe­hag­lich wird.

PS:

Dass es auch anders geht, ohne jeden Links/Rechts-Relativismus und offen selbst­kri­tisch, zeigt z.B. die “Erklä­rung zur Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Rechts­ex­tre­mis­mus” des Stadt­rats und Ober­bür­ger­meis­ters der Stadt Jena (vom 25.11.2011).

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Terrorismus und Terrorismus

“Ter­ro­ris­mus ist eine extreme Art der poli­ti­schen Kommunikation.Terroristen, egal wel­cher Cou­leur, ver­su­chen durch For­de­run­gen, Dro­hun­gen und Anschläge auf Zivi­lis­ten poli­ti­sche Ziele zu errei­chen.” — Alex­an­der Ritz­mann (im Tages­spie­gel, 22.11.2011)

Das ist ein nur schein­bar neben­säch­li­cher, quasi selbst­ver­ständ­lich klin­gen­der Satz aus einem Kom­men­tar des “Terrorismus-Experten” Alex­an­der Ritz­mann im Tagesspiegel.

In die­sem Kom­men­tar wird exem­pla­risch die Igno­ranz und poli­ti­sche Blind­heit so man­cher Exper­ten sicht­bar. Ver­mut­lich sind es die sel­ben Exper­ten, die vor nicht allzu lan­ger Zeit schon in der ers­ten Ein­ord­nung des ter­ro­ris­ti­schen Mas­sen­mords in Nor­we­gen ihre Vor­ein­stel­lun­gen und poli­ti­schen blin­den Fle­cken zur Schau gestellt haben, bis sie von der Rea­li­tät ein­ge­holt wurden.

Der Feh­ler steckt bereits in der poli­ti­schen Anschau­ung, die der Ana­lyse zugrunde gelegt wird und sich im obi­gen Satz wider­spie­gelt. Schon der Ver­such einer ein­fa­chen orga­ni­sa­to­ri­schen Ein­ord­nung des “Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds” (NSU) muss in die Irre füh­ren, so lange wie hier im Gefolge der Extre­mis­mus­theo­rie eine Sym­me­trie zwi­schen lin­ker und rech­ter Ideo­lo­gie und Pra­xis ange­nom­men wird, durch die Ter­ro­ris­mus pau­schal defi­niert wird. Diese über­sim­pli­fi­zie­rende und ein­di­men­sio­nale Anschau­ung geht nun mal völ­lig an der Rea­li­tät vor­bei und ver­wischt dabei genau die Unter­schiede, die lin­ken und rech­ten Ter­ror unterscheiden.

Tat­säch­lich ist poli­ti­sche Gewalt in der rechts­ex­tre­men Ideo­lo­gie selbst fes­ter Bestand­teil des auto­ri­tä­ren Gesell­schafts­ent­wurfs, sie ist mit­hin kein Mit­tel zum Zweck son­dern Selbst­zweck. Des­halb bedarf es im rech­ten Ter­ro­ris­mus auch kei­ner pro­gram­ma­ti­schen Ein­klei­dung und Legi­ti­ma­tion der Gewalt, die von den Exper­ten hier ver­misst wird. Inso­fern sie selbst bereits die Ziel­vor­stel­lung direkt imple­men­tiert, muss sich poli­ti­sche Gewalt im Zusam­men­hang des Rechts­ex­tre­mis­mus nicht noch umständ­lich recht­fer­ti­gen. Die­ses Ziel ist der per­ma­nente Ter­ror gegen die­je­ni­gen Teile der Gesell­schaft, die als Feind­bil­der mar­kiert wer­den, und eben jene so mar­kier­ten Men­schen wur­den in der Mord­se­rie der Zwi­ckauer Zelle des NSU zu Opfern. Das ganze Aus­maß des rech­ten Ter­rors in Deutsch­land geht aller­dings weit über diese ein­zelne Mord­se­rie hin­aus, er hat in den Jah­ren seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung hun­dert­fach Opfer gefor­dert und wurde dabei weit­ge­hend igno­riert von der poli­ti­schen Klasse, vom staat­li­chen Sicher­heits­ap­pa­rat gedul­det und teil­weise offen beför­dert, von der Mehr­heits­ge­sell­schaft tot geschwiegen.

So lange sol­che grund­le­gen­den und ein­fachs­ten Unter­schiede zwi­schen rech­ter und lin­ker Ideo­lo­gie aus der Per­spek­tive einer mit sich selbst mehr als zufrie­de­nen, “guten poli­ti­schen Mitte” her­aus igno­riert wer­den, ten­diert jeder Ver­such einer theo­re­ti­schen Ana­lyse die­ser beson­de­ren Form des Ter­rors zur völ­li­gen Belie­big­keit, befreit von jedem rea­len Zusam­men­hang, an dem sie über­prüf­bar wäre. Genau diese Schwä­chen, die Eitel­keit des Selbst­bilds und die Belie­big­keit der Anwen­dung, machen aller­dings den Erfolg der Extre­mis­mus­theo­rie aus und  gerade in ihrem Ver­sa­gen wird sie selbst immer deut­li­cher als eitle Ideo­lo­gie der poli­tisch apo­li­ti­schen Mitte erkennbar.

Diese Kri­tik lässt sich viel­leicht in den fol­gen­den Sät­zen zusammenfassen:

  • Rech­ter Ter­ror kom­mu­ni­ziert nichts, er ist keine Pro­pa­ganda, auch kein Mit­tel zum Zweck.
  • Rech­ter Ter­ror ist die direkte poli­ti­sche Pra­xis rechts­ex­tre­mer Weltanschauung.
  • Die Untaug­lich­keit der Extre­mis­mus­theo­rie, zur Erkennt­nis wirk­li­cher Zusam­men­hänge und Hin­ter­gründe poli­ti­scher Gewalt zu füh­ren, wird hier in ihrem völ­li­gen Ver­sa­gen im Zusam­men­hang mit dem Rechts­ter­ro­ris­mus sichtbar.

 —

“Ist die NSU wirk­lich eine Ter­ror­or­ga­ni­sa­tion?” (http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/ist-die-nsu-wirklich-eine-terrororganisation/5874774.html)

 

Update:

Eine direkte und ein­fa­chere Erklä­rung dafür, dass die Zwi­ckauer Zelle des NSU keine Beken­ner­schrei­ben hin­ter­las­sen hat und so vor­ging, wie sie es eben tat, fin­det sich hier in einem aktu­el­len Bericht des WDR-Monitors:

Pres­se­mel­dung vom 24.11.2011:
Zwi­ckauer Ter­ro­ris­ten­zelle: Die Spur führt zum „Blood and Honour“-Netzwerk

(…)
Die Ver­bin­dung zu „Blood and Honour“ ist auch des­halb bri­sant, weil das Ter­ror­trio bei sei­nen Anschlä­gen genau nach einer Blau­pause gear­bei­tet hat, wie sie im Umfeld von „Com­bat 18“ Mitte bis Ende der 90er Jahre als Pro­pa­gan­da­ma­te­rial ver­brei­tet wurde. Darin wird emp­foh­len, Anschläge auf Migran­ten durch­zu­füh­ren, dabei nur in klei­nen Zel­len von maxi­mal zwei bis vier Per­so­nen zu arbei­ten und nie­mals Beken­ner­schrei­ben zu hin­ter­las­sen.
  (…)”

Update II:

Patrick Gen­sing argu­men­tiert in einem Kom­men­tar auf tagesschau.de sehr ähnlich wie ich hier oben: “Die Tat ist die Bot­schaft” — http://www.tagesschau.de/kommentar/rechtsterrorismus138.html. Lesens­wert und sicher auch etwas les­ba­rer als der Arti­kel hier.

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Martin Luther King: Brief an einen antizionistischen Freund

Mar­tin Luther King:
Brief an einen anti­zio­nis­ti­schen Freund

“… Du erklärst, mein Freund, dass Du kein Juden­has­ser, son­dern bloß „Anti­zio­nist“ bist. Und ich sage, lasse die Wahr­heit von hohen Berg­gip­feln erklin­gen, lasse sie in allen Tälern der grü­nen Erde Got­tes wie­der­hal­len: Wenn Men­schen Zio­nis­mus kri­ti­sie­ren, mei­nen sie Juden – dies ist Got­tes eigene Wahrheit.

Anti­se­mi­tis­mus, der Hass auf das jüdi­sche Volk, war und bleibt ein dunk­ler Fleck auf der Seele der Mensch­heit. In die­ser Hin­sicht sind wir einer Mei­nung. Und Du sollst wis­sen: Anti­zio­nis­mus ist dem Wesen nach anti­se­mi­tisch und wird es immer sein.

Warum? Du weißt, dass Zio­nis­mus nichts Gerin­ge­res, als der Traum und das Ideal des in sein eige­nes Land zurück­keh­ren­den jüdi­schen Vol­kes ist. Das jüdi­sche Volk, lehrt uns die Hei­lige Schrift, lebte einst glück­lich in einem blü­hen­den Staat im Hei­li­gen Land. Von dort ist es von Römi­schen Tyran­nen ver­trie­ben wor­den, von den glei­chen Römern, die Unse­ren Herrn grau­sam ermor­det haben. Ver­trie­ben aus sei­ner Hei­mat, sein Land in Schutt und Asche gelegt, gezwun­gen, durch die ganze Welt zu wan­dern, litt das jüdi­sche Volk unter der Knute jeden Tyran­nen, der gerade über es herrschte.

Das Volk der Schwar­zen, mein Freund, weiß, was es bedeu­tet, die Qua­len der Tyran­nei von Herr­schern, die wir nicht gewählt haben, zu ertra­gen. Unsere Brü­der in Afrika haben um die Aner­ken­nung und Ver­wirk­li­chung unse­ren natür­li­chen Rechts, in Frie­den unter unse­rer eige­nen Sou­ve­rä­ni­tät in unse­rem eige­nen Lande zu leben, gefleht, um sie gebe­ten, sie gefor­dert – nach ihr VERLANGT.

Wie ein­fach sollte es doch jedem, der die­ses unver­äu­ßer­li­che Recht aller Men­schen schätzt, fal­len, das Recht des jüdi­schen Vol­kes, in sei­nem alten Land Israel zu leben, zu ver­ste­hen und zu unter­stüt­zen. Alle wohl­wol­len­den Men­schen jubeln über die Ver­wirk­li­chung des Ver­spre­chen Got­tes, Sein Volk in Freude zurück­keh­ren zu las­sen, um sein geplün­der­tes Land wie­der­auf­zu­bauen. Dies ist Zio­nis­mus, nicht mehr und nicht weniger.

Und was ist Anti­zio­nis­mus? Die Ver­wei­ge­rung dem jüdi­schen Volke eines Grund­rechts, das wir mit Recht für die Völ­ker Afri­kas ver­lan­gen und allen ande­ren Völ­kern der Welt zuge­ste­hen. Die Dis­kri­mi­nie­rung von Juden, mein Freund, weil sie Juden sind. Kurz gesagt, es ist Antisemitismus.

Der Anti­se­mit freut sich über jede Gele­gen­heit, sei­ner Bos­heit freien Lauf zu las­sen. In der west­li­chen Welt ist es mit der Zeit aus der Mode gekom­men, sich zum Hass auf Juden offen zu beken­nen. Der Anti­se­mit muss des­halb stän­dig nach neuen For­men und Zuhö­rer­schaf­ten für sein Gift suchen. Wie sehr er diese neuen Mas­ke­rade genießt! Er hasst keine Juden, er ist bloß „Antizionist“!

Mein Freund, ich beschul­dige Dich nicht des absicht­li­chen Anti­se­mi­tis­mus. Ich weiß, dass Du, genau so wie ich, eine auf­rich­tige Liebe für Wahr­heit und Gerech­tig­keit und eine Abscheu gegen Ras­sis­mus, Vor­ur­teile und Dis­kri­mi­nie­rung emp­fin­dest. Aber ich weiß, dass Du – wie man­che andere – in Dei­nem Glau­ben, zugleich „Anti­zio­nist“ sein und den Grund­sät­zen, die Du und ich tei­len, treu blei­ben zu kön­nen, fehl­ge­lei­tet bist. Lass meine Worte in den Tie­fen Dei­ner Seele wie­der­hal­len: Wenn die Men­schen Zio­nis­mus kri­ti­sie­ren, mei­nen sie Juden – Du sollst hier kei­nen Feh­ler machen.“

(Quelle: www.projectonesoul.com/durban_king.htm , Nach: M.L. King Jr., „Let­ter to an Anti-Zionist Fri­end“, Satur­day Review XLVII (Aug. 1967), p. 76. Nach­ge­druckt in: M.L. King Jr., This I Believe: Selec­tions from the Wri­t­ings of Dr. Mar­tin Luther King Jr. (New York, 1971), pp. 234-235.)

(ref. http://www.judentum.net/usa/king.htm)

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Buddha

“If you meet the Bud­dha, kill him.”
— Linji

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Zionism is not a crime!

Con­ti­nue rea­ding

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Keine Geschichte. Kein Plan.

Für heute steht ja “Revo­lu­tion” auf dem Plan, die “glo­bale”, das ganz große Ding…. aber was wird mor­gen, über­mor­gen?
Kein Plan. Nur ein wei­te­res Event im Ter­min­ka­len­der.
Es gibt kei­nen Plan, und viel­leicht ist das auch gut so.
Jede Wette, dass die Geschichte heute nicht enden wird. Wäre ja auch fast ein biss­chen schade drum.

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… go to the Olympics and chase this carrot.

“… This is the ideal of life, to go to the Olym­pics and chase this car­rot. So if you step out of the cir­cle, the­re­fore we’re going to penalize you, and we’re going to take your medal away. So, they held ever­y­body in check with that for many, many years.”

http://www.democracynow.org/2011/10/12/john_carlos_1968_olympic_us_medalist
http://en.wikipedia.org/wiki/John_Carlos
 
 

Tom­mie Smith (cen­ter) and John Car­los (right) showing the Black Power salute in the 1968 Sum­mer Olym­pics while Sil­ver meda­list Peter Nor­man (left) wears an OPHR badge to show his sup­port for the two Americans.

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Syrischer Landfriedensbruch in Deutschland

09.10.2011

“In der nordost-syrischen Stadt Kamischli haben Sicher­heits­kräfte nach Anga­ben von Men­schen­rechts­ak­ti­vis­ten auf einen Trau­er­zug geschos­sen, bei dem sich Zehn­tau­sende Men­schen zur Bei­set­zung eines kur­di­schen Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­kers ver­sam­melt hat­ten. Min­des­tens zwei Men­schen seien getö­tet wor­den.
Der kur­di­sche Oppo­si­ti­ons­füh­rer Maschal Tamo war am Frei­tag von unbe­kann­ten Mas­kier­ten in sei­nem Haus in Kamischli erschos­sen wor­den. Art und Weise der Ermor­dung deu­te­ten dar­auf hin, dass die Atten­tä­ter dem Geheim­dienst oder einem der regime­treuen Schlä­ger­trupps ange­hör­ten.
Tamo war füh­ren­des Mit­glied der kur­di­schen Zukunfts­par­tei und ein schar­fer Kri­ti­ker der Regie­rung von Prä­si­dent Baschar al Assad. (…)
Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Guido Wes­ter­welle äußerte sich “bestürzt” über die Ermor­dung Tamos. “Er hatte den Mut, ein neues Syrien zu for­dern, das auf Frei­heit, Demo­kra­tie, Tole­ranz und Men­schen­würde grün­det, und war zu einem Vor­bild für viele Syrer gewor­den. Dafür musste er nun mit sei­nem Leben bezah­len.” Tamo sei “ein wei­te­res Opfer eines bru­ta­len Regimes der Recht- und Gesetz­lo­sig­keit” geworden.”

http://www.tagesschau.de/ausland/syrien770.html

In Ham­burg stürm­ten Demons­tran­ten Räume des syri­schen Hono­rar­kon­su­lats, beschmier­ten die Wände mit ara­bi­schen Schrift­zei­chen. In Lon­don klet­ter­ten Demons­tran­ten auf das Dach der syri­schen Bot­schaft und schwenk­ten die kur­di­sche Flagge. (…)
Außen­mi­nis­ter Wes­ter­welle (FDP) hat die Erstür­mung der syri­schen Bot­schaft in Ber­lin scharf kri­ti­siert. Überg­riffe auf Bot­schaf­ten seien nicht hin­nehm­bar und wür­den mit Kon­se­quenz ver­folgt, so Wes­ter­welle. Die Bei­set­zung Tamos am Sonn­abend hat­ten rund 50 000 Men­schen beglei­tet. Syri­sche Sicher­heits­kräfte feu­er­ten nach Anga­ben von Men­schen­recht­lern auf die Trau­ern­den, töte­ten min­des­tens zwei Men­schen. Nach UN-Angaben kamen seit Beginn der Pro­teste in Syrien min­des­tens 2900 Men­schen ums Leben.”
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13650910/Sturm-auf-syrische-Botschaften.html

 

“Nach dem Vor­fall in Ber­lin tele­fo­nierte Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Guido Wes­ter­welle (FDP) mit Innen­se­na­tor Erhart Kör­ting (SPD), wie ein Spre­cher des Aus­wär­ti­gen Amts sagte. Beide seien sich einig gewe­sen, dass alles getan wer­den müsse, damit sich der­ar­tige Vor­fälle nicht wie­der­hol­ten. Wes­ter­welle betonte, die Bun­des­re­gie­rung nehme ihre Ver­ant­wor­tung für die Sicher­heit aller diplo­ma­ti­schen und kon­su­la­ri­schen Ver­tre­tun­gen in Deutsch­land sehr ernst.

Eine Hun­dert­schaft der Ber­li­ner Poli­zei hatte die Demons­tran­ten aus dem Gebäude geholt, nach­dem der Bot­schaf­ter sie dazu auf­ge­for­dert hatte. Zwei Oppo­si­tio­nelle wur­den fest­ge­nom­men – davon einer, der mit Haft­be­fehl gesucht wurde. Im Gebäude stie­ßen Beamte auf zer­störte Bil­der und zer­bro­che­nes Geschirr. Es wur­den Ermitt­lun­gen unter ande­rem wegen Land­frie­dens­bruchs ein­ge­lei­tet.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1317623403474.shtml

 

“Die Gele­gen­heit hätte sich förm­lich ange­bo­ten,  end­lich dem Bot­schaf­ter ein­mal klar zu machen, was man vom Abschlach­ten sei­ner Lands­leute hält. Es waren aber nur 24. Soli­da­ri­tät mit syri­schen kur­di­schen und ara­bi­schen Demons­tran­ten ist eben die Sache der deut­schen Lin­ken und der gan­zen orga­ni­sier­ten Friedens- und NGO­be­we­gung nicht (…) ”

Tho­mas von der Osten-Sacken, http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1390/

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Kairo, Ägypten – 9-10-2011

Kairo… 9-10-2011,
Sharif Abdel-Kouddous:
“Eye­wit­nes­ses descri­bed hor­ri­fic sce­nes of corp­ses with flat­te­ned faces and mis­sing limbs lying on the floor of the mor­gue. A hos­pi­tal medic later said that all of those kil­led had eit­her been run over or shot. The hos­pi­tal its­elf came under attack by a mob of thugs who threw Molo­tov cock­tails and bur­ned cars.
The vio­lence con­ti­nued around the streets of down­town until early Mon­day morning. All told, at least 25 people were kil­led and more than 300 wounded–a blood­bath in the streets of Cairo.”

http://www.thenation.com/article/163886/bloodbath-cairo-eyewitness-account

["Augen­zeu­gen beschrie­ben schreck­li­che Sze­nen von Lei­chen ohne Gesich­ter und mit feh­len­den Glied­ma­ßen, die auf dem Boden der Lei­chen­halle lagen. Ein Kran­ken­haus­arzt sagte spä­ter, dass alle Getö­te­ten ent­we­der über­fah­ren oder erschos­sen wur­den. Das Kran­ken­haus selbst wurde spä­ter ange­grif­fen von einem Schlä­ger­trupp, der Molotov-Cocktails warf und Autos in Brand steckte.
Die Gewalt setzte sich auf den Stra­ßen der Innen­stadt fort bis zum frü­hen Mon­tag mor­gen. Am Ende wur­den min­des­tens 25 Men­schen getö­tet und 300 ver­wun­det - ein Blut­band in den Stra­ßen Kai­ros."]

“All this was hap­pe­ning while on the state TV chan­nel, the Egyp­tian state TV chan­nel was basi­cally incit­ing vio­lence, tel­ling honest Egyp­ti­ans to fill the streets and pro­tect the army from the Cop­tic demons­tra­tors, who they said were attacking the army. Mili­tary police also stor­med the sta­ti­ons of a chan­nel cal­led 25 and ano­ther chan­nel, al-Horreya, and shut it down to shut down any inde­pen­dent reporting.
There was also groups of thugs that then fil­led the streets, some people chan­ting “Isla­meya, Isla­meya,” which means “Isla­mic, Isla­mic,” and began attacking the demons­tra­ti­ons. It was really a scene of chaos, a scene of bloods­hed, the likes of which I have not seen since the revo­lu­tion here in Cairo.
(…) Octo­ber 9th, I think, is a day that will go down in infamy in Egypt.”

http://www.democracynow.org/2011/10/10/chaos_and_bloodshed_25_die_in

["All das geschah, wäh­rend auf dem staat­li­chen TV-Kanal, das staat­li­che Fern­se­hen die Gewalt im wesent­li­chen noch ansta­chelte, indem es den ehr­li­chen Ägyp­tern emp­fahl, auf die Stras­sen zu gehen und die Armee zu beschüt­zen vor den kop­ti­schen Demons­tran­ten, die angeb­lich die Armee angrif­fen. Die Mili­tär­po­li­zeit erstürmte aus­ser­dem die Sta­tio­nen eines Sen­ders, der "25" heißt und einen ande­ren Sen­der, "Al-Horreya", und legte sie lahm um jede unab­hän­gige Bericht­er­stat­tung lahm­zu­le­gen.
Es gab dann auch eine Gruppe von Schlä­gern, die die Stras­sen füll­ten, einige Leute, die "Isla­meya, Isla­meya" skan­dier­ten, was "Isla­misch, isla­misch" bedeu­tet und anfin­gen, die Demons­tran­ten zu atta­ckie­ren. Es war wirk­lich eine Szene des Chaos, eine Szene des Blut­ver­gie­ßens, wie ich sie seit der Revo­lu­tion hier in Kairo nicht gese­hen habe.
(...) Der 9. Okto­ver wird, denke ich, als ein Tag der Schande in die Geschichte Ägyp­tens eingehen."]

 

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